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Eine Fallstudie von der Direktion der Agrar- und Lebensmittellabore auf Madeira

Sidra da Madeira ist ein traditioneller Apfelwein, der tief in der landwirtschaftlichen Identität der Insel Madeira verwurzelt ist. Er wird durch die Gärung von natürlichem Saft hergestellt, der aus ausschließlich auf der Insel angebauten Äpfeln und manchmal auch Birnen gepresst wird, und spiegelt die einzigartigen Eigenschaften der Obstgärten, des Klimas, der Obstsorten und der Apfelweintradition Madeiras wider.

Im Jahr 2023 wurde Sidra da Madeira offiziell in das EU-Register der geschützten geografischen Angaben (g.g.A.) eingetragen, was die Notwendigkeit einer zuverlässigen analytischen Kontrolle während des gesamten Produktionsprozesses weiter unterstreicht. Die Produktspezifikation definiert wichtige chemische Parameter, darunter Alkoholgehalt, vergärbare Zucker, Gesamtsäuregehalt, flüchtige Säure und Gesamtschwefeldioxid; all diese Werte sind unerlässlich, um die Konformität des Produkts zu bestätigen und die Identität dieses regionalen Apfelweins zu bewahren.

In diesem Zusammenhang nutzt das Labor der Direktion der Agrar- und Lebensmittellabore, das zur Regionaldirektion für Landwirtschaft und agrarische Entwicklung von Madeira gehört, CDR CiderLab als Teil seines Arbeitsablaufs für chemische Analysen von „Sidra da Madeira IGP“ und anderen Apfelweinprodukten.

Die analytische Herausforderung: schnelle und zuverlässige Kontrolle für einen geschützten regionalen Apfelwein

Bei einem Produkt mit g.g.A.-Status geht die Qualitätskontrolle über routinemäßige Laboranalysen hinaus. Sie ist Teil eines umfassenderen Konformitätsbewertungsverfahrens, das die Erzeuger unterstützt, die Produktidentität schützt und dazu beiträgt, sicherzustellen, dass der in Verkehr gebrachte Apfelwein den verbindlichen Anforderungen entspricht.

„Sidra da Madeira IGP“ zeichnet sich durch seine enge Verbindung zum geografischen Gebiet aus. Die Früchte müssen auf der Insel Madeira angebaut werden, und der gesamte Produktionsprozess – von der Verarbeitung der Rohstoffe über die Gärung, Reifung und Lagerung bis hin zur Abfüllung – muss auf der Insel stattfinden. Diese Verbindung zwischen Gebiet, Rohstoffen und Herstellungsverfahren macht die analytische Kontrolle besonders wichtig.

Gemäß der Produktspezifikation muss „Sidra da Madeira“ im Allgemeinen festgelegte chemische Merkmale aufweisen, darunter:

Mindestalkoholgehalt: 5 % vol.
Vergärbare Zucker: weniger als 15 g/l
Gesamtsäuregehalt: mindestens 3 g/l und bis zu 10 g/l, ausgedrückt als Äpfelsäure
Flüchtige Säure: höchstens 1,8 g/l, ausgedrückt als Essigsäure
Gesamtschwefeldioxid: maximal 200 mg/l, ausgedrückt als SO₂

Diese Parameter sind nicht nur für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wichtig, sondern auch für die Überwachung des Gärungsverlaufs, der Produktstabilität und der Konsistenz zwischen den Chargen.

Die Rolle des CDR CiderLab im Labor auf Madeira

Zita Maria de Caires de Vasconcelos – Leiterin der Abteilung für Veterinäranalysen und Koordination sensorischer Analysen sowie Verantwortliche des Managementsystems – erklärt:

„Hier auf der Insel Madeira, im Labor der Direktion der Agrar- und Lebensmittellabore (Direção de Serviços dos Laboratórios Agrícolas e Agroalimentares) innerhalb der Regionaldirektion für Landwirtschaft und agrarische Entwicklung, nutzen wir die CDR CiderLab -Geräte für chemische Analysen.“

„Diese Methode hat sich als schnell, vielseitig und effizient bei der Bewertung der Parameter von ‚Sidra da Madeira IGP‘ sowie anderer Apfelweine erwiesen. In nur wenigen Minuten erhalten wir präzise Ergebnisse zu den im Apfelwein enthaltenen chemischen Parametern.“

„Wir setzen das CDR CiderLab auch für einige Fruchtsäfte ein, um Zucker, Säuren, den pH-Wert und andere relevante Parameter zu bestimmen. Derzeit wird das CDR CiderLab eingesetzt, um den Gärungsprozess der staatlichen Cidre-Kellerei und externer Erzeuger zu validieren sowie am Ende der Produktion zu bestätigen, ob der Apfelwein den verbindlichen gesetzlichen Anforderungen entspricht.“

Wie das Labor berichtet, unterstützt das System die Bewertung von Parametern im Zusammenhang mit der Gärung und der Produktqualität, darunter Zucker, organische Säuren, pH-Wert und andere relevante analytische Indikatoren.

Das System wird derzeit zur Unterstützung von zwei Hauptaktivitäten eingesetzt:

  • Validierung des Gärungsprozesses, sowohl für die staatliche Cidre-Kellerei als auch für externe Hersteller.
  • Konformitätsprüfung des Endprodukts, um am Ende der Produktion zu bestätigen, ob der Apfelwein den verbindlichen gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Diese doppelte Funktion macht das CDR CiderLab sowohl während des Produktionsprozesses als auch in der Endkontrollphase nützlich, wo die chemischen Ergebnisse zu dem technischen Gutachten beitragen, das für die Validierung „Sidra da Madeira IGP“ erforderlich ist.

Das Labor stellt zudem einen Kompromiss im Hinblick auf die Nachhaltigkeit fest: Obwohl die Methode auf hochwertigen Reagenzien-Kits basiert, fallen weniger Laborabfälle an und die routinemäßige analytische Arbeit wird vereinfacht.

Unterstützung der Konformitätsbewertung durch chemische und sensorische Analysen

Bei Produkten mit geschützter geografischer Angabe (g.g.A.) basiert die Konformitätsbewertung auf einer Kombination aus Produktidentität, Produktionsvorschriften und messbaren Qualitätsparametern. Auf Madeira umfasst der interne Validierungsmechanismus für „Sidra da Madeira IGP“ sowohl eine sensorische Bewertung als auch eine chemische Analyse.

CDR CiderLab trägt zu diesem Prozess bei, indem es schnelle chemische Daten liefert, die ergänzend zur sensorischen Bewertung herangezogen werden können. Diese Integration ist wichtig, da die Qualität von Apfelwein nicht allein anhand sensorischer Merkmale bewertet werden kann. Parameter wie Restzucker, Gesamtsäuregehalt, flüchtige Säure, Alkoholgehalt und Schwefeldioxid liefern objektive Informationen über den Abschluss der Gärung, die Produktbalance und die Einhaltung der Spezifikation.

Für Labore, die mit regionalen fermentierten Getränken arbeiten, kann diese Art der analytischen Unterstützung dazu beitragen, Unsicherheiten zu verringern, die Entscheidungsfindung zu beschleunigen und einen strukturierteren Qualitätskontrollprozess zu schaffen.

Mehr als nur Apfelwein: Fruchtsaftanalyse und weitere Anwendungsmöglichkeiten im Labor

Das Labor auf Madeira setzt das CDR CiderLab auch für ausgewählte Fruchtsäfte ein, wo es die Bestimmung von Zucker, Säuren, pH-Wert und anderen relevanten Parametern unterstützt. Diese breitere Anwendungsmöglichkeit entspricht den Anforderungen von Laboren, die mit verschiedenen fruchtbasierten Matrices arbeiten und ein vielseitiges System für die Routinekontrolle benötigen.

In diesem Sinne ist das System nicht auf das fertige Cider-Produkt beschränkt. Es kann verschiedene Stufen der Produktionskette unterstützen, von der Rohstoffbewertung über die Überwachung der Gärung bis hin zur Überprüfung des Endprodukts.

Schnelle Analyse mit geringerer Belastung für das Labor

Ein weiterer Aspekt, den das Labor hervorhebt, ist die Nachhaltigkeit. Obwohl Reagenzien-Kits eine wesentliche technische Komponente der Methode darstellen, trägt das System dazu bei, Laborabfälle im Vergleich zu herkömmlichen Arbeitsabläufen zu reduzieren. Für institutionelle Labore und Qualitätskontrolllabore stellt dies einen wichtigen betrieblichen Vorteil dar, insbesondere wenn regelmäßig Routineanalysen durchgeführt werden.

Die Kombination aus geringerem Abfallaufkommen, schnellen Durchlaufzeiten und einfachen Analyseverfahren ermöglicht einen effizienteren Ansatz bei der Qualitätskontrolle von Apfelwein. Für Hersteller und Labore bedeutet dies einen schnelleren Zugriff auf Daten, kaum Verzögerungen bei der Entscheidungsfindung und eine praxisnähere Handhabung der analytischen Überprüfung.

Ein praktisches Beispiel für die analytische Kontrolle traditioneller fermentierter Getränke

Die Erfahrungen des Labors auf Madeira zeigen, wie schnelle chemische Analysen zum Schutz und zur Validierung eines traditionellen fermentierten Getränks mit g.g.A.-Status beitragen können.

Im Fall von „Sidra da Madeira IGP“ steht die analytische Kontrolle in direktem Zusammenhang mit der Produktidentität. Der Apfelwein muss die Eigenschaften der Früchte der Insel, die Herstellungsmethoden und das sensorische Profil widerspiegeln und gleichzeitig festgelegte chemische Anforderungen erfüllen. CDR CiderLab bietet dem Labor ein praktisches Werkzeug zur effizienten Überwachung dieser Parameter und unterstützt damit sowohl die Hersteller als auch die institutionelle Konformitätsbewertung.

Diese Fallstudie unterstreicht den Wert der Verbindung von Tradition und analytischer Innovation. Bei regionalen Produkten wie „Sidra da Madeira IGP“ tragen zuverlässige chemische Daten dazu bei, die Authentizität zu sichern, die Prozesskontrolle zu verbessern und das Vertrauen der Verbraucher in das Endprodukt zu stärken.

Schlussfolgerungen

Die Erfahrungen der Direktion für Agrar- und Lebensmittellabore auf Madeira zeigen, wie CDR CiderLab die analytische Kontrolle von „Sidra da Madeira IGP“ in einem realen institutionellen Kontext unterstützen kann.

Durch die Bereitstellung schneller chemischer Ergebnisse trägt das System dazu bei, Gärungsprozesse zu validieren, die Einhaltung verbindlicher gesetzlicher Anforderungen zu überprüfen und die sensorische Bewertung im Rahmen des Konformitätsbewertungsprozesses zu ergänzen.

Sein Einsatz sowohl für Apfelwein als auch für ausgewählte Fruchtsäfte bestätigt zudem seine Vielseitigkeit bei der Routineanalyse von Zucker, Säuren, pH-Wert und anderen relevanten Parametern.

Zwar stützt sich die Methode auf hochwertige Reagenzien-Kits, doch hebt das Labor dessen Beitrag zu einer einfacheren, schnelleren Analyse mit weniger Laborabfällen hervor, was einen effizienteren und umweltbewussteren Ansatz bei der Qualitätskontrolle unterstützt.

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